„C’est le capitalisme et son oppression qui ont croulé en Russie, et je félicite la démocratie russe d’avoir croulé le capitalisme comme j’espère que le capitalisme sera un jour croulé dans notre pays par le mouvement ouvrier de notre pays ,“ so rief der Rechts-Deputierte Pierre Dupong am 24. April 1917 auf der Parlamentstribüne aus. Mit der Abdankung des russischen Zars Nikolaus II. begann in Russland ein Prozess, der Europa und die Welt verändern sollte: Die Russische Revolution. Brutalen und ungerechten Regierungsmethoden, Krieg, Hunger und Ausbeutung setzte die Revolutionsbewegung die Forderung nach Grundrechten, Landreform und Regierung durch das Volk entgegen. Was bedeutete dies für Europa und für Luxemburg? Auf die Folgen der Revolution geht ein gemeinsames Medienprojekt von woxx und Radio 100komma7 ein.

Beleuchtet werden sowohl die Hoffnungen, die von der Arbeiterbewegung in Westeuropa auf die Signalwirkung der Russischen Revolution gesetzt wurden, wie auch die reellen Asuwirkungen der Revolution auf die sozialen und politischen Verhältnisse in Luxemburg.

Auf dem Programm:

  • Zwei öffentliche Rundtischgespräche zur Bedeutung der Revolution damals und heute;
  • Unter dem Motto Land, Brout, Fridden Radiogespräche mit Fachleuten, z.B.über den Juni-Streik, die Auswirkungen der Revolution auf die sozialistische Partei oder den Beginn einer pazifistischen Bewegung.
  • Die Chronik Virun 100 Joer zum Ablauf der Revolutioun in Russland und ihren Folgen für Luxemburg.

Land, Brout, Fridden (4) – Der große Juni-Streik

„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will” – dieser bekannte Vers aus einem Arbeiterlied beschreibt prägnant die Erwartung der Luxemburger Arbeiter, die im Ersten Weltkrieg zunehmend auf das Mittel des Streiks in ihren Arbeitskämpfen setzten. Über den ersten Massenstreik von 1917 in der Eisenindustrie diskutierten Jacques Maas und Jean-Marie Majerus.

Land, Brout, Fridden (1) – Die Februar-Revolution in Russland
: Eine Hoffnung für die Luxemburger Arbeiterschaft?

Trug die russische Februar-Revolution zur Radikalisierung der Luxemburger Arbeiterschaft bei? Darüber diskutierten die Historiker Ben Fayot und Henri Wehenkel. (Foto: radio 100,7 / Yves Stephany)

In Russland hatten die Menschen die Arbeit niedergelegt, die Bäckereien gestürmt und den Zar abgesetzt – so konnte man es ab Mitte März 1917 auch in der Luxemburger Presse lesen. Über die „Februar-Revolution“ vor 100 Jahren und ihre Folgen für Luxemburg diskutierten die beiden Historiker Ben Fayot und Henri Wehenkel.